Text/Fotos: Simone Tritten

Steckbrief
Funfact: Nähen ohne Haute Couture Ambitionen
1. Zunft-Erinnerung: Gelübde abgelegt im Mai 1994
Lieblingsort in Bern: Münstergasse-Märit am Samstag
Min. Temperatur für Aareschwimmen: Keine, bin ein Gförli
Berndeutsches Lieblingswort: kömerlä
Bern in 3 Worten: Charme, Beschaulichkeit, Kultur
Mit diesem Berner würde ich gerne mal einen Tag das Leben tauschen: Meret Oppenheim
Liebe Stubengenossinnen, liebe Stubengenossen
Vor rund fünf Monaten erreichte mich die Anfrage, ob ich Interesse hätte, als Beisitzerin im Vorgesetztenbott mitzuwirken. Etwas überrascht, zugleich aber sehr erfreut über diese Anfrage, musste ich nicht lange überlegen und sagte gerne zu. Nach dem Gespräch mit den Mitgliedern des Vorgesetztenbotts sowie der offiziellen Wahl am letzten grossen Bott im Dezember 2025 freue ich mich nun, Euch etwas über mich zu erzählen.
Ich wurde am 5. April 1965 als Tochter von Ueli und Kathrin Häuselmann in Bern geboren und bin im Breitenrainquartier aufgewachsen. Später folgten meine beiden Brüder Jürg und Stefan. Meine Schulzeit begann im Spitalacker, bevor ich ab der fünften Klasse die Seminarschule Muristalden besuchte. Später absolvierte ich die Handelsschule. Schon früh interessierte ich mich für Kommunikation und Marketing. Deshalb bildete ich mich in diesem Bereich kontinuierlich weiter, von der Ausbildung zur Werbeassistentin bis hin zur PR-Fachfrau.
Ein roter Faden zieht sich durch mein Leben: Menschen und Beziehungen. In meinem beruflichen Werdegang stand die Arbeit mit Menschen stets im Mittelpunkt, sei es in Werbeagenturen, im Marketing in der Medizinaltechnik und Pharmaindustrie oder bei der Stiftung Humanushaus, einer Institution für Menschen mit Beeinträchtigung.
Heute bin ich an der Hochschule der Künste tätig und für Studierende sowie Dozierende aus dem Fachbereich Gestaltung und Kunst in unterschiedlichen Belangen Ansprechpartnerin, wie auch für weitere Aufgaben zuständig.
Menschen prägen mich, begleiten mich, inspirieren mich, fordern mich und ich darf immer wieder von ihnen lernen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, für andere da zu sein, sei es hier in Bern oder auch im Ausland.



Ein bedeutender Meilenstein in meinem Leben war es, eine Familie zu gründen. Reto und ich heirateten 1995 im Münster in Bern. Einige Jahre später wurden unsere beiden Kinder Neal und Eve geboren. Inzwischen sind sie junge Erwachsene und gehen ihren eigenen Weg: Neal als Masterstudent in Global Studies, Politikwissenschaft und Ethnologie an der Uni Luzern, Eve als Sozialarbeiterin (BA) bei den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern (UPD).
Seit Jahren finde ich meinen Ausgleich im Yoga und in der Meditation. Auch verbringe ich gerne Zeit mit meinen Freundinnen und Freunden, schätze aber ebenso stille Momente, in denen ich kreativ bin und mit den Händen etwas entstehen lasse, wie zum Beispiel das Nähen.
Reisen, Neues zu entdecken, Fremdes kennenzulernen und mit Menschen in Beziehung zu treten, faszinieren mich, wie bereits erwähnt, schon mein ganzes Leben. Als man mich in der neunten Klasse fragte, was ich denn werden möchte, antwortete ich spontan: «Nichts, ich will weg!»
Und genau so kam es auch. Noch vor Beginn meiner Ausbildung, zog es mich nach England. Viele weitere Länder und Kontinente folgten – mal allein, mal mit Reto, oder mit unserer ganzen Familie. Dabei durften wir unzählige Eindrücke sammeln, so manches Abenteuer erleben und prägende Erfahrungen machen.
Auch wenn mich das Fernweh immer wieder hinaus in die Welt zieht, führt mein Weg doch stets gerne zurück nach Bern, meinem Lebensmittelpunkt, dem ich sehr verbunden bin. Ich liebe es am Samstag auf dem Münstergass-Märit einzukaufen, durch die Altstadtgassen zu schlendern, immer wieder ehrfürchtig zum Münster hinaufzublicken und m Café Commerce die Scampi Provençal mit einem feinen Glas portugiesischen Rotwein zu geniessen.
Durch unsere Mitgliedschaft im Club Bühnen Bern sind wir so oft als möglich im Stadttheater, in der Vidmarhalle wie auch im Kultur-Casino anzutreffen. Aber auch an den Zunftanlässen mit dabei zu sein, z.B. die aktive Mithilfe am Kinderfest, wie auch im Burgerinnenforum mitzuwirken, ist mir wichtig.
Mit Freude und grossem Engagement werde ich mich im Vorgesetztenbot gerne einbringen, auch hier darf ich einmal mehr mit Menschen in Beziehung treten.
Danke für Euer Vertrauen.
Herzlich, Simone
Die Welt der Menschen ist der Mensch. Novalis